Montag, 13. Januar 2014

Vorabend.

Morgen: Termin beim Neurologen.

"Wie geht's dir?"

Also tatsächlich hat mich keiner gefragt. Aber wenn einer gefragt hätte, was hätte ich geantwortet? Ich bin gespannt. Nicht hibbelig, unruhig. Eher neugierig.

Tatsächlich habe ich ja schon einen Plan. Bin nur gespannt, ob ich den so mal eben selbstbewußt dahin geschissen beim Neuro auch vertreten kann. Und was er dazu sagt.

Ich stelle die Copaxone-Spritzerei ein. Wenn ich jetzt einen aktiven Herd habe, nützt sie wohl doch nicht. Ich gehöre offensichtlich nicht zu den 30% MS Erkrankten, die unter COP eine niedrigere Schubrate haben. Wohlgemerkt: ich weiß ja nicht welche Schubrate ich ohne gehabt hätte. Aber: hätte, hätte, Fahrradkette ... müßig darüber nachzudenken.
Ich werde außerdem keine Eskalationstherapie beginnen. Erstens: ich habe großen Respekt vor den Nebenwirkungen - oder wieder der Neuro sagt: unerwünschte Wirkungen - wenn dazu gehört, dass tödliche Hirnentzündungen dazu gehören. Nicht ganz selten wohlgemerkt. Ich habe schlicht und ergreifend Schiss. Zweitens: wirklich krank und beeinträchtigt bin ich ja nicht. Vielmehr, ich fühle mich nicht so. Gut, dieses Fatigue-Dingens hat es in sich. Aber sonst so ...
In der Reha soll sich meine Entscheidung setzen und sich gut anfühlen. Ich werde weitere Informationen, Beratungen und alls o was dazu bekommen und am Ende hoffentlich mit einem noch besseren Gefühl für meine Entscheidung nach Hasue reisen. Oder eben mit einer anderen Entscheidung.

Jedenfalls macht mich all dies ruhig. Ja, man könnte sagen: nahezu entspannt.



Ich gönne mir heute Abend einen perlenden Wein aus der Felsengartenkellerei Besigheim und die Freiheit, heute nicht zu spritzen.


















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